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Beat Gysin
*1968 Schweiz

INITIATOR

Foto: Anna Katharina Scheidegger

Beat Gysin studierte in Basel Klavier, Chemie, Komposition (Th. Kessler, H. Kyburz) und Musiktheorie (R. Moser, D. Müller-Siemens). Der Komponist stammt aus einer Musikerfamilie und schrieb seit seiner Jugend über fünfzig (z.T. preisgekrönte) Werke für verschiedene Besetzungen; von Solo– bis Orchesterwerken. Hervorgehoben seien Aufführungen durch das Arditti-Quartett, die Basler Madrigalisten und die vielen Aufführungen durch die Ensembles Windspiel und umsn`jip.
Ein besonderes Interesse von Beat Gysin gilt - über das klassische Komponieren hinaus - der Räumlichkeit klingender Phänomene. Ungewohnte Aufstellung der Instrumente und Mehrkanal-Tonband-Kompositionen erschaffen in seinen Werken überraschende Klangraumgebilde, welche die Musik in sich einbetten und verstärkt ein „euklidisches“, dreidimensionales Hören herausfordern, so zum Beispiel im Wahrnehmungsspiel „Hinter einer Glaswand“ oder in der Kammeroper „Marienglas“.
Beat Gysin realisierte und realisiert an ausgewählten Orten Musiktheater, die sich mit dem Zusammenwirken zwischen der Szenerie des Ortes und den musikalischen Inhalten befassen, so zum Beispiel die Unterwasseroper „Skamander“ oder das Klang-Raum-Stück „Wasserreservoir“.
Als weiteres Resultat seiner langjährigen Beschäftigung mit dem Themenkreis „Musik und Raum“ hat Beat Gysin zwei Serien von Musikräumen entwickelt und mitentwickelt, "Adyton" und "Modula", die variabel sind und sich direkt zur Musik verändern, respektive bewegen können und die als Leichtbauten transportabel sind.
Vorträge an verschiedenen Fachhochschulen, Vorstandsarbeit im Schweizerischen Tonkünstlerverein und dem Festival ZeitRäume Basel für Musik und Architektur runden seine Arbeit ab. Beat Gysin ist ein Gründungsmitglied der Biennale ZeitRäume Basel.
http://www.beatgysin.ch