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ZEITRÄUME BASEL – BIENNALE FÜR NEUE MUSIK UND ARCHITEKTUR
Ein Festival macht Räume hörbar

Foto © Anna-Katharina Scheidegger

Basel hat einen internationalen Ruf als Architekturstadt und eine lange Tradition auf dem Feld der neuen Musik. ZeitRäume Basel führt beide Bereiche zusammen: Ein kompaktes und innovatives Festival präsentiert an verschiedensten Orten in Basel-Stadt, Basel-Landschaft und im Dreiländereck zahlreiche Akteure, Institutionen und KünstlerInnen aus der Region, der Schweiz sowie dem internationalen Raum.

Bemerkenswerte Kombinationen von Musik, Raum und Architektur, die künstlerische Qualität der musikalischen Ereignisse, ein Fokus auf Neuproduktionen sowie gleichzeitige Offenheit und Zugänglichkeit für ein breites Publikum sind Leitgedanken des Festivals.

«Musik / Räume mit starken Eigenschaften», die Hörbarmachung von bekannten, unbekannten und neuen Räumen sowie unkonventionelle veranstalterische Zugänge helfen, Offenheit und Begeisterung für die erstaunliche Vielfalt neuer Musik zu schaffen.

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Die dritte Ausgabe von ZeitRäume Basel findet im September 2019 statt. Neue Konzerte der Reihe Geben Sie Zeit Räume sind für die Zeit zwischen den Festivals bereits in Planung. Um rechtzeitig von ihnen zu erfahren, können Sie sich hier in unseren Newsletter eintragen.

 

Rückblick auf ZeitRäume Basel 2017

Länger und bewegter

Am 24. September endete nach gut zwei Wochen Festivalprogramm ZeitRäume Basel 2017. Die zweite Biennale für neue Musik und Architektur brachte 67 Veranstaltungen mit rund 700 Mitwirkenden an über 25 Orten in Basel-Stadt, Basel-Landschaft sowie erstmals auch in umliegende Orten in Deutschland und Frankreich. 6’250 Besucherinnen und Besuchern zählte das Festival bei Veranstaltungen mit Kartenverkauf, über 6’000 weitere bei den kostenlosen Veranstaltungen sowie bereits über 1’000 in der ersten Woche der noch bis März laufenden Ausstellung „Aufgetaucht“ im Historischen Museum Basel.

Das Festival umfasste ganz kleine sowie ganz grosse Veranstaltungen; die Spannbreite reichte von jeweils 20 Plätzen bei den 22 Turmkonzerten der Swiss Foundation for Young Musicians bis zu 3’757 Besucherinnen und Besuchern am Eröffnungstag im Kunstmuseum Basel. Auch künstlerisch spannte die Biennale einen weiten Bogen von hochkarätigen Neuproduktionen mit international renommierten Künstlerinnen und Künstlern aus Musik und Architektur über den vielversprechenden Nachwuchs der Musik-Akademie Basel und der FHNW Fachhochschulen Nordwestschweiz (Musikhochschule, Schola Cantorum, Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik) sowie der Schule für Gestaltung und Allgemeinen Gewerbeschule Basel bis hin zu hunderten von Amateuren, Kindern und Jugendlichen aus der ganzen Region.

Leidenschaft und Einsatz, der Menschen zusammenbringt

„ZeitRäume Basel bringt nicht nur Architektur und Musik zusammen, sondern auch viele Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen und Erwartungshaltungen – von Stars aus beiden Kunstbereichen bis zu Schulkindern im Schwimmbad. Mit dieser einmaligen Vielfalt an Räumen und Veranstaltungsformaten, vom Bauprojekt über Konzert und Ausstellung bis zum Sonntagsausflug, hat das Festival zwei Wochenenden lang Basel von seiner innovativen, künstlerisch spannenden Seite gezeigt. Wir sind sehr dankbar für die Leidenschaft und den Einsatz der zahlreichen Mitwirkenden, das erfreuliche Feedback des Publikums und die Unterstützung durch viele Partnerinstitutionen, Stiftungen und Förderer, die die erfolgreiche zweite Ausgabe gemeinsam ermöglicht haben. Und wir werden überhäuft mit Ideen und Einladungen für 2019,“ sagt Festivalintendant Bernhard Günther.

Die 45 uraufgeführten Kompositionen, die für das Festival teilweise spezifisch für bestimmte Räume in Auftrag gegeben worden waren, stammten u.a. von Beat Gysin, Georg Friedrich Haas, Yair Klartag, Klaus Lang, Junghae Lee/Giorgio Tedde, Cyrill Lim, Roland Moser, Mario Pagliarani, Michael Reudenbach, François Sarhan, Rebecca Saunders, Balthasar Streiff, Nadir Vassena und Helena Winkelman. Neben letzterer zählte auch Andres Bosshard zu den im Rahmen des Festivals in der Kaserne Basel mit dem Schweizer Musikpreis 2017 ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstlern, die mit Produktionen am Festival beteiligt waren.

Neben dem Hauptpartner Musik-Akademie Basel zählten zu den Festivalpartnern Kunstmuseum Basel, Historisches Museum Basel, Kaserne Basel, Gare du Nord, Swiss Foundation for Young Musicians, Basel Sinfonietta, Sinfonieorchester Basel, Anton Bruckner Privatuniversität Linz, Friedhof am Hörnli, IGNM Basel, Amt für Umwelt und Energie und Bundesamt für Kultur BAK sowie eduart – Verein für Kulturvermittlung, Philosophicum im Ackermannshof und zahlreiche Ensembles, Laienformationen und Schulen.

 

Rückblick auf die erste Ausgabe 2015

Ein Abschluss mit Neuem und Tradition
ZeitRäume Basel, das Schweizerische Tonkünstlerfest 2015, ging am Sonntagabend, den 13. September 2015, mit einem aussergewöhnlichen Konzert des Sinfonieorchesters Basel zu Ende. Beim „Extrakonzert Pierre Boulez“ leitete Chefdirigent Dennis Russell Davies zwei Werke des vor 90 Jahren geborenen Avantgarde-Pioniers, die Voci von Luciano Berio mit Kim Kashkashian an der Bratsche und die Uraufführung von Edu Haubensaks OTHER TONES für fünf im Raum verteilte, unterschiedlich gestimmte Orchestergruppen. Kurz zuvor hatten das Quatuor Diotima und der Akkordeonist Pascal Contet in der Aula des Naturhistorischen Museums gleich drei Werke uraufgeführt: Ein Solo von Pascal Contet, ein Quintett des in den USA lebenden Franck Bedrossian sowie das neue Streichquartett des in Genf lebenden Komponisten Arturo Corrales.

Diversität als Markenzeichen
Die Vielfalt in stilistischer Hinsicht wie auch in Hinblick auf Orte und Formate ergab sich nicht zuletzt aus dem Zusammenspiel der Musik mit der Architektur – von reinen „Hör-Bauwerken“ wie dem ZeitRäume Pavillon von HHF Architekten oder der im S AM installierten Weissen Flucht von Peter Ablinger und Graber & Steiger Architekten, über Licht-, Bühnen- und Klangereignisse im Rheindüker bei der Dreirosenbrücke (als ungewöhnlicher FHNW-Kooperation der Musikhochschule mit der Hochschule für Gestaltung und Kunst) bis hin zu Auftragskompositionen, die auf die Architektur des Basler Münsters oder die besonderen Möglichkeiten der während des Festivals im Volkshaus installierten Drehbühne eingehen. Dazu kamen eine zweistündige „Landschaftsoper“ von Daniel Ott rund um Zoo und Margarethenhügel, Performances mit 370 Schülerinnen und Schülern der Primarschule Laufen u.v.a.

ZeitRäume in Zahlen
Nach einer Vorbereitungszeit von über drei Jahren vereinte die erste Ausgabe der Biennale für neue Musik und Architektur insgesamt über 1.200 Mitwirkende. Die Performances und Installationen mit eingerechnet, sind im Rahmen des viertägigen Festivals insgesamt 26 neue Werke in Basel uraufgeführt worden. Mit mehr als 6.500 Konzertbesuchern und weiteren rund 14.000 Zuschauern und –hörern bei den kostenlosen Performances und Installationen im öffentlichen Raum hatte das Festival auch hinsichtlich des Publikumsinteresses einen sehr erfolgreichen Start.