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Heimspiel
Junge InterpretInnen, Ensembles und KomponistInnen präsentiert von der Swiss Foundation for Young Musicians

SO 22.09. | 11:00 Uhr | Andrzej Ciepiński & Affetto Piano Trio

Tickets CHF 20 / 15 | CHF 5 für Studierende / Auszubildende / SchülerInnen mit Legi (nur an der Abendkasse)

Swiss Foundation for Young Musicians
Spalenvorstadt 25
4051 Basel


Quatuor pour la fin du temps ist ein achtsätziges Werk des französischen Komponisten Olivier Messiaen für  Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier. Messiaen vollendete das Quartett als Insasse des deutschen Kriegsgefangenenlagers Görlitz. Die Lagerkommandanten hatten ihm erlaubt zu komponieren, die Instrumentierung ergab sich aus den im Lager verfügbaren Musikern. Die Uraufführung fand am 15. Januar 1941 vor ca. 400 Kriegsgefangenen statt, der Komponist selbst übernahm den Klavierpart.
Messiaen bekannte, sein Quartett sei direkt von Versen aus der Apokalypse inspiriert: Und ich sah einen starken Engel vom Himmel herabkommen / er setzte seinen rechten Fuss auf das Meer und den linken auf die Erde / Und der Engel / hob seine rechte Hand gen Himmel und er schwur bei dem, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, dass hinfort keine Zeit mehr sein soll.
Olivier Messiean dazu: Die musikalische Sprache ist im wesentlichen körperlos, geistig. Die thematischen Motive, die melodisch und harmonisch eine Art tonale Allgegenwart ergeben, bringen den Hörer der Ewigkeit in Raum und Unendlichkeit näher. Besondere Rhythmen, frei von jeder Takteinheit, tragen nachdrücklich dazu bei, das Zeitliche in die Ferne zu rücken. Das Quartett hat acht Sätze. Warum? Sieben ist die vollkommene Zahl, die Schöpfung von sechs Tagen, geheiligt durch den göttlichen Sabbat; dieser siebte Tag dehnt sich aus in die Ewigkeit und wird zum achten des unauslöschlichen Lichts und des unvergänglichen Friedens.

Die Swiss Foundation for Young Musicians hat das Ziel und das Glück, jungen Musikerinnen und Musikern Auftrittsmöglichkeiten zu bieten. Die bei Heimspielvorgestellten 39 MusikerInnen kommen aus der ganzen Welt, studieren vornehmlich in Basel und haben ein Feu sacré für zeitgenössische Musik. Für das Festival im Festival haben sie funkelnde Kurzprogramme zusammengestellt, die mit Kontrasten spielen. Lassen Sie sich inspirieren von innovativen jungen Stimmen! Besuchen Sie das Heimspiel in den neuen Räumen an der Spalenvorstadt.